Unsere Arbeitssatzung

Arbeitssatzung

des Vereins „Kleiner Muck e.V.“

 

Präambel

Ein emanzipatorischer, eigenverantwortlicher Ansatz als Grundlage einer in hohem Maße selbstbestimmten Arbeit erfordert eine Struktur von großer Transparenz und Flexibilität. Aus diesem Grunde werden den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern und Mit-arbeiterinnen im Rahmen dieser Arbeitssatzung Mitbestimmungs- und Kontrollrechte eingeräumt, die weit über das vom Gesetzgeber geforderte Maß hinausgehen.

 

Der „Kleiner Muck e.V.“ gliedert sich in ehrenamtliche und hauptamtliche Arbeitsbereiche auf, wobei nicht ausgeschlossen ist, dass in den hauptamtlichen Arbeitsbereichen auch ehrenamtliche Mitarbeiter und ausnahmsweise in den ehrenamtlichen Bereichen auch hauptamtliche Mitarbeiter unterstützend tätig sein können.

 

Angebote, die mit hauptamtlichen Mitarbeitern arbeiten, werden als Einrichtungen mit Bereichen als Unterstrukturen; solche, die überwiegend mit ehrenamtlichen Mitarbeitern arbeiten, werden als Projekte mit Projektstrukturen geführt. In der stationären Erziehungshilfe entspricht dem Bereich die Gruppe.

 

In dieser Arbeitssatzung werden zur Operationalisierung der abstrakt vorgegebenen Bestimmungen der Satzung des Vereins „Kleiner Muck e.V.“ soweit erforderlich konkrete Regelungen zur Zusammenarbeit der Untergliederungen und Organe des Vereins aufgestellt.

 

§ 1 Träger

Der Träger "Kleiner Muck e.V." legt die Grundsätze für die Projekte und Einrichtungen fest.

 

Im Rahmen dieser Grundsätze haben die Projekte und Einrichtungen das Recht auf selbständige Konzeptgestaltung und Zielsetzung. Alle wichtigen Entscheidungen des Trägers erfolgen in Absprache zwischen Träger und Projekt- bzw. Einrichtungsleitern.

 

§ 2 Hauptausschuss

Dem Hauptausschuss des „Kleiner Muck e.V.“ obliegt im Rahmen seiner satzungsgemäßen Rechte und Pflichten die Kontrolle der inhaltlichen Zielsetzung, der Methoden und Konzeptionen aller Einrichtungen und Projekte sowie der Qualität der Arbeit (Qualitätssicherung) in allen Bereichen.

 

§ 3 Verwaltungsrat

Der Verwaltungsrat ist innerhalb der ihm von der Satzung eingeräumten Rechte und auferlegten Pflichten vor allem zuständig für die Prüfung der Finanzen. Dazu sind ihm 1/2-jährlich aussagekräftige Unterlagen zur Verfügung zu stellen.

 

Personalschlüssel, Immobiliengeschäfte sowie langfristige Verbindlichkeiten müssen mit dem Verwaltungsrat abgestimmt werden, sofern diese Festlegungen (vor allem Personalschlüssel, Entgelt- und Leistungsvereinbarungen) nicht durch Gesetz oder in Ausführung der Gesetze durch behördliche Instanzen getroffen werden (z.B. im Rahmen der Betriebserlaubnis durch die Landesjugendämter).

 

§ 4 Vorstand

Rechte und Pflichten des Vorstandes ergeben sich aus § 9 der Satzung des Vereins „Kleiner Muck e. V.“. Er ist gerichtliches und außergerichtliches Vertretungsorgan des Vereins und für die Geschäftsführung insgesamt verantwortlich.

 

Der/die Geschäftsführer/in wird vom Vorstand bestellt und abberufen. Ein Vorstands-mitglied übernimmt die Dienst- und Fachaufsicht gegenüber dem/der Geschäftsführer/in.

Ungeachtet seiner sich aus § 9 der Satzung ergebenden internen Weisungsgebundenheit gegenüber Mitgliederversammlung, Hauptausschuss und Verwaltungsrat obliegt dem Vorstand die Krisenintervention mit allen sich aus seiner Organstellung ergebenden Kompetenzen, wenn Gefahr für Untergliederungen des Vereins oder den Gesamtverein vorliegt.

 

§ 5 Geschäftsführer/in

§ 9 Abs. 4 der Vereinsatzung des „Kleiner Muck e.V.“ sieht die Einsetzung eines/einer Geschäftsführers/in durch den Vorstand zur Unterstützung bei der Erfüllung der ihm obliegenden Aufgaben vor. Der/die Geschäftsführer/in handelt im Rahmen der Führung der laufenden Geschäfte als besonderer Vertreter im Sinne von § 30 BGB.

Der/die Geschäftsführer/in trägt die Verantwortung für

 

  • die Planung, Steuerung und Kontrolle aller Einrichtungen und Projekte;
  • die ordnungsgemäße Führung der Bücher und des Jahresabschlusses aller Einrichtungen und Projekte;
  • die Erstellung der jährlichen Wirtschaftsplanung der Einrichtungen und des Gesamtvereins für das Folgejahr, bestehend aus Erfolgs-, Investitions- und Stellenplan, der in den im Oktober tagenden Verwaltungsrat zur Genehmigung einzubringen ist;
  • die Personalplanung und –führung des Gesamtvereins einschließlich Dienst- und Fachaufsicht gegenüber allen Mitarbeitern;
  • die Aufstellung eines Halbjahresabschlusses sowie einer im August/September zu erstellenden Hochrechnung für das laufende Geschäftsjahr und deren Einbringung in den Verwaltungsrat.
  •  

Der/die Geschäftsführer/in hat darüber hinaus das Recht

  • zur Mitsprache bei allen die Einrichtungsleiter/innen betreffenden Personal-entscheidungen;
  • zur Mitwirkung an der inhaltlichen Konzeptionierung und Ausrichtung der Projekte und des Vereines.

 

Die satzungsmäßigen Rechte und Pflichten der Mitgliederversammlung, des Haupt-ausschusses und des Verwaltungsrates werden durch die Bestellung des/der Geschäftsführers/in nicht berührt.

 

§ 6 Projekt- und Einrichtungsleiter/innen

Die Projekt- und Einrichtungsleiter/innen sind dem Träger gegenüber für die Arbeit des Projektes/der Einrichtung, insbesondere für die Sicherstellung der Wirtschaftlichkeit der Angebote, verantwortlich; die Einrichtungsleiter/innen gleichzeitig Dienst- und Fachvorgesetzte der Mitarbeiter/innen.

  • Der/die Projektleiter/in oder Einrichtungsleiter/in hat das Recht und die Pflicht zur
  • Einberufung und Leitung der Arbeitskreissitzungen, Dienstbesprechungen etc.;
  • Abstimmung und Umsetzung der Projekt/Bereichsziele in Verbindung mit den Vereinszielen (Qualitätskontrolle);
  • Personalplanung und -besetzung in Abstimmung mit dem/der Geschäftsführer/in unter Information an den Projektarbeitskreis;
  • Festlegung der Vergütung hauptamtlicher Mitarbeiter/innen in Abstimmung mit dem/der Geschäftsführer/in und dem Verwaltungsrat;
  • Vorlage des Rechenschaftsberichts gegenüber Hauptausschuss, Verwaltungsrat und Hauptversammlung;
  • Außenvertretung des Projektes;
  • Erstellung von Buchführung, Wirtschaftsplan und Hochrechnung, soweit die Satzung nichts anderes besagt (Immobilien, Stellenplan etc.);

 

§ 7 Bereichsleiter/in

Der/die Bereichsleiter/in (Gruppenleiter/in) hat das Recht zu und trägt die Verantwortung für

Erstellung des Dienstplans des Bereiches/der Gruppe;

Dienst- und Fachaufsicht gegenüber den Mitarbeiter/innen des Bereiches/der Gruppe;

Einhaltung des verfügbaren Budgets

Abrechnung der zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel;

Information der Einrichtungsleitung.

 

§ 8 Projektarbeitskreise

Jedes Projekt bildet einen Projektarbeitskreis. Mitglieder des Projektarbeitskreises sind:

  • ehrenamtliche Mitarbeiter/innen,
  • ehrenamtliche Mitarbeiter/innen in Leitungsfunktionen,
  • durch das Projekt berufene ehrenamtliche Mitarbeiter/innen mit beratender Stimme.
  • Der Projektarbeitskreis beschließt mit einfacher Stimmenmehrheit bei Stimmenthaltung des von der jeweiligen Entscheidung Betroffenen. Bei Stimmengleichheit im Projektarbeitskreis hat der/die Projektleiter/in die entscheidende Stimme.

 

Der Projektarbeitskreis tritt mindestens einmal im Halbjahr zusammen. Darüber hinaus ist eine Sitzung auch dann einzuberufen, wenn diese von mindestens 1/3 der Mitglieder des Projektarbeitskreises gefordert wird. Zu den Sitzungen lädt der/die Projektleiter/in schriftlich unter Angabe der Tagesordnung mit einer Frist von mindestens zwei Wochen ein. Auf die Einhaltung von Frist und Form kann einvernehmlich verzichtet werden.

Das Ergebnisprotokoll der Sitzung ist dem Hauptausschuss und dem Verwaltungsrat zuzuleiten.

 

Der Arbeitskreis hat das Recht und die Pflicht zur

  • inhaltlichen und organisatorischen Planung des Projektes;
  • wirschaftlichen Jahresplanung;
  • Fortbildung der Mitarbeiter/innen;
  • Personalplanung im Bereich der ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen und Honorarkräfte;
  • Festlegung der Aufwandsentschädigung für ehrenamtliche Mitarbeiter/innen und der Vergütung der Honorarkräfte in Abstimmung mit dem/der Geschäftsführer/in und dem Verwaltungsrat;
  • Beratung über die Finanzen des Projektes;
  • Berufung von neuen und Ausschluss von Arbeitskreismitgliedern;
  • Antragstellung an die Gremien des Vereins.

Das Mandat für die Vertreter/innen der Projekte und deren Stellvertreter/innen erlischt mit ihrem Ausscheiden aus dem Projekt.

 

§ 9 Mitarbeiter/innen der Einrichtungen

Mitarbeiter/innen der Einrichtungen des „Kleiner Muck e.V.“ sind hauptamtliche Angestellte und ehrenamtliche Mitarbeiter/innen.

Mit den hauptamtlichen Mitarbeiter/innen werden Dienstverträge auf Grundlage der AVR abgeschlossen.

Die Vertretung und das Mitsprachrecht der Mitarbeiter/innen regelt die MAVO.

Darüber hinaus ist durch freiwillige Mitarbeiterversammlungen ein Höchstmass an Partizipation und Transparenz angestrebt. Solche Mitarbeiterversammlungen gehören nicht zu den vergütungspflichtigen Tätigkeiten.

 

§ 10 Hauswirtschaftliches Personal und Mitarbeiter der Verwaltung

Dienstbesprechungen für Hauswirtschafts- und Verwaltungsangestellte werden bei Bedarf durch den/die Einrichtungsleiter/in anberaumt.

Sie sind ebenfalls anzuberaumen, wenn dies von mind. 1/3 des Verwaltungspersonales oder des hauswirtschaftlichen Personals bei dem/der Einrichtungsleiter/in beantragt wird.

Für Hauswirtschafts- oder Verwaltungsmitarbeiter in den Projekten gelten die vorstehenden Regelungen entsprechend.

 

Kontakt:

 

Hilfen zur Erziehung: 
Heinrich-Lübke-Str. 19
53113 Bonn
0228 / 92 12 70
 
Offene Ganztagsschule:
Heinrich-Lübke-Str. 19
53113 Bonn
0228 / 92 12 70
 
Offene Jugendarbeit: 
Heinrich-Lübke-Str. 19
53113 Bonn
0228 / 92 12 70 
 
Junge Familien: 
Kreuzstr. 18
53225 Bonn
0228 /47 46 96
 
Fachkreis Ferien: 
Kirchstr. 6
53757 St. Augustin
02241 / 314 646
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